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Schmerz und Ernährung – Iss‘ dich schmerzfrei

Ernährung und Schmerzen

Wusstest du, dass eine falsche Ernährung Schmerzen in deinem Körper verursachen bzw. verstärken kann? 

Das bedeutet, dass deine starken Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen auch mit deiner Ernährungsweise zusammenhängen könnten. 

Es gibt Lebensmittel, die einen schmerzverstärkenden Effekt haben. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Lebensmittel, die schmerzlindernd wirken. 

Obwohl es wissenschaftliche Belege für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Schmerz gibt, wird die Ernährung in der Schmerztherapie viel zu häufig vernachlässigt. 

So entstehen Schmerzen

Um gesund und fit zu bleiben, benötigt unser Körper abwechslungsreiche und vielseitige Bewegungen. In unserer Gesellschaft bewegt sich der Großteil der Menschen jedoch entweder zu wenig oder zu einseitig. Besonders die in unserem Alltag sich häufig wiederholenden Bewegungsmuster Hinsetzen und Aufstehen führen zu überspannten und unflexiblen Muskeln und Faszien. Und diese schränken die Dehnungsfähigkeit und Beweglichkeit in den betroffenen Bereichen ein. 

Andere Körperpartien müssen als Folge viel Kraft aufbringen, um diese Spannung zu kompensieren. Rezeptoren im Gewebe registrieren die Überspannung und leiten dies an unser Gehirn weiter. Dieses reagiert mit einem Alarmschmerz. 

Schmerzen im Körper sind also in den meisten Fällen Alarmschmerzen. Also ein Hilferuf des Körpers. Eine Schädigung zum Beispiel der Gelenke oder der Wirbelsäule soll so verhindert werden. 

Ernährung und Schmerzen

Jetzt fragst du dich vermutlich, was Essen mit Schmerzen zu tun haben könnte. Es klingt erst einmal abwegig, aber deine Ernährung kann die Schmerzen in deinem Körper tatsächlich in einem großen Maß beeinflussen. 

Denn nicht nur falsche Bewegungsmuster lösen Schmerzen aus. In der Regel löst alles, was unserem Körper nicht gut tut, Stress aus. So können auch die falschen Lebensmittel Stress hervorrufen. Stress im Körper führt zu einem erhöhtem Muskeltonus. 

Wie oben bereits beschrieben, befinden sich die Muskeln bei einem Großteil der Menschen bereits in Alarmbereitschaft. Wir haben also bereits Schmerzen oder befinden uns kurz vor der Schmerzgrenze. 

Wenn durch die falsche Ernährung unsere Grundspannung weiter erhöht wird, wird auch der Schmerz verstärkt oder überhaupt erst ausgelöst. Die Ernährung kann also sprichwörtlich das Fass zum Überlaufen bringen. 

Folgend möchte ich dir aufzeigen, welche Lebensmittel schmerzverstärkend und welche schmerzlindernd wirken können. 

Essen gegen Schmerzen 

Die Liste der schmerzfördernden Lebensmitteln könnte einigen vielleicht einen Schrecken einjagen. Nein, es muss niemand zum zuckerfrei lebenden, immer frisch und gesund kochendenVollblut-Veganer werden. Die Dosis macht das Gift! 

Natürlich wäre es gut für deinen Körper, du lässt weitestgehend die Finger von allem, was dir nicht gut tut. Wenn du unter akuten Schmerzen leidest, solltest du das auch unbedingt zeitweise tun. Dein Muskeltonus wird sich dadurch entspannen und deine Schmerzen sich verringern. 

So wenig wie möglich

Zu den schmerzfördernden Lebensmitteln zählen:

  • Fleisch und Wurstwaren 
  • Milch und Milchprodukte 
  • verarbeitete Lebensmittel
  • Genussmittel (Softdrinks, Kaffee, Alkohol, Zigaretten)
  • Zucker 

All diese Lebensmittel haben eines gemein: Sie werden sauer verstoffwechselt. Und das wiederum führt zu einer Übersäuerung im Bindegewebe unseres Körpers. Die Übersäuerung wirkt sich negativ auf die Elastizität unserer Muskeln und Faszien aus. 

Doch damit nicht genug: 

  • Genussmittel wie Kaffe, Alkohol und Zigaretten wirken als Zellgifte. Sie behindern den Stoffwechsel. 
  • Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln belasten unsere Organe. 
  • Der Konsum von Fleisch fördert Entzündungsreaktionen im Körper 
  • Meeresfisch ist belastet mit Schwermetallen 
  • Fleisch, Fisch und auch Milch sind zudem belastet mit Hormonen und Rückständen von Arzneimitteln 

All das führt zu Stress im Körper → Spannungszustände werden als Folge erhöht → Schmerzen entstehen 

So viel wie möglich

Zu den schmerzlindernden Lebensmitteln zählen:

  • Pflanzliche Produkte 

Überwiegend alle pflanzlichen Lebensmittel sind gut für unseren Körper. Sie versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen und werden basisch verstoffwechselt. Sie haben eine positive Wirkung auf unsere Verdauung und unser gesamtes Wohlbefinden. 

Auch enthalten sie Substanzen, die Entzündungsprozesse im Körper lindern können. 

Besonders wichtig zur Schmerzlinderung sind außerdem: 

  • Ballaststoffe 

Ein Großteil pflanzlicher Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sind reich an Ballaststoffen. Diese sind besonders wertvoll für unser Verdauungssystem. Sie sind für ein schnelles und langanhaltendes Sättigungsgefühl verantwortlich und versorgen unsere wichtigen Darmbakterien mit Nahrung. Zudem senken sie nachweislich den Cholesterinwert und den Blutzuckerspiegel. 

  • sekundäre Pflanzenstoffe 

Auch sekundäre Pflanzenstoffe sind, wie der Name schon verrät, in einer Vielzahl in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Dazu zählen Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte. Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und können zudem, je nach Pflanzenstoff, blutdruck- und cholesterolsenkende, entzündungshemmende und antibiotische Wirkungen haben. 

Intervallfasten zur Schmerzlinderung

Intervallfasten ist eine effektive Methode um Schmerzen im Körper zu lindern. Die 16/8-Regel eignet sich hierfür besonders, also während 8 Stunden essen und 16 Stunden lang fasten. Während des Fastenintervalls werden im Körper eine Reihe Selbstheilungskräfte und Reparaturmechanismen in Gang gesetzt. Abfallstoffe in unseren Zellen werden recycelt. Unser Organismus wird somit entlastet. 

Intervallfasten tut dem Körper gut. Darauf reagiert er mit Entspannung. Als Folge werden die muskulär-faszialen Spannungen verringert. Auf diese Weise verringern sich die Schmerzen im Körper.