Kategorie: Natur

Vogelmiere – Eigenschaften und Verwendung

Vogelmiere

Unterschätztes Unkraut

Wer kennt es nicht, da lässt man die Gemüsebeete mal einen Moment aus den Augen und ‚zack‘ sind sie auch schon von der Vogelmiere eingenommen. Die Vogelmiere kann sich nämlich ziemlich rasant ausbreiten und versucht man, sie loszuwerden, stellt man schnell fest, dass sie ziemlich hartnäckig sein kann. 

Die Vogelmiere ist jedoch so viel mehr als nur ein hartnäckiges Unkraut. Sie ist zum einen ein wertvolles Heilkraut und kann bei verschiedenen Erkältungsbeschwerden sowie bei entzündlichen Hauterkrankungen, Juckreiz und Verbrennungen eingesetzt werden.
Und zum anderen zählt sie zu den absoluten Nährstoffbomben unter den Wildkräutern. Sie übertrifft sogar Kopfsalat um ein vielfaches seiner Nährstoffe.

Ich finde, es fühlt sich irgendwie gut an, wenn man auch die positiven Seiten von denjenigen Pflanzen kennt, über die man sich aufgrund ihrer Hartnäckigkeit so manches mal schon ziemlich geärgert hat. So kann man dem ein oder anderem Unkraut vielleicht doch noch etwas positives abgewinnen und ihm seine Daseinsberechtigung an bestimmten Stellen gewähren, um von ihren positiven Eigenschaften gebrauch zu machen. 

 

Steckbrief „Gewöhnliche Vogelmiere“

Botanischer Name Stellaria Media
Deutscher Name Gewöhnliche Vogelmiere 
Pflanzenfamilie Nelkengewächse
Weitere Bezeichnungen Sternenkraut, Vogel-Sternmiere, Hühnerabbiss, Hühnerdarm
Fundort Gärten, Wegränder, Äcker

Wächst vorzugsweise auf lockeren Nährstoff- und humusreichen Böden

Erntezeitpunkt Das ganze Jahr über
Blüte
  • weiße Blüten (etwa 6 mm groß)
  • Blüten bestehen aus 5 Blütenblättern, die in der Mitte gespalten sind
  • die Blütenstängel entspringen in den Blattachseln
Blätter
  • Die gegenständigen Blätter sind oval und laufen spitz zu
Stängel
  • Entlang des Stängels verläuft eine Haarlinie (zur Wasserversorgung) 
  • Beim Auseinanderziehen eines Stängels, bleibt ein darmähnlicher Strang stehen (daher der Name Hühnerdarm) 
Giftigkeit ungiftig 

 

Verwendung in der Küche 

Die Vogelmiere schmeckt mild und erbsenartig und eignet sich für die Zubereitung von:

  • Salat
  • Pestos
  • Kräuterquarks
  • Smoothies

Die Vogelmiere ist reich an den Nährstoffen:

  • Vitamin C
  • Vitamin A
  • Eisen
  • Magnesium
  • Kalium
  • Calcium
  • Zink

Weitere Inhaltsstoffe sind: Saponine, Flavonoide, Cumarine, Oxalsäure und ätherische Öle. 

Verwendung als Heilkraut 

Der Vogelmiere werden eine Reihe Heilpflanzenqualitäten zugeschrieben. 

Eigenschaften:

  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • wundheilungsfördernd
  • antibakteriell

Verwendung bei:

Erkältungsbeschwerden oder äußerlich bei entzündlichen Hautbeschwerden, Juckreiz, Verbrennungen

Zubereitung Aufguss aus Vogelmiere:

Eine Hand voll Vogelmierenkraut mit etwa 500 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Der Aufguss kann bei inneren Beschwerden als Tee getrunken werden oder äußerlich auf die betroffenen Stellen aufgetupft oder in Form von Umschlägen verwendet werden.

Frisch zerstampftes Kraut kann ebenfalls auf betroffene Stellen aufgelegt werden.